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Direkter Weg
zu allen Kunstwerken
des Lächelnden Christus

 

 

 

 

 

Dieses Projekt wird im Rahmen von Luxemburg und Großregion, Kulturhauptstadt Europas 2007, unter der Schirmherrschaft Ihrer Königlichen Hoheiten des Großherzogs und der Großherzogin realisiert.

luxemburg2007.lu

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Impressum
ARS SACRA


 

 

 

 




 

Der Pilgerweg des Lächelnden Christus in der Großregion Luxemburg
Ein Bekenntnis zur christlich - abendländischen Kultur im Vereinten Europa

Der Pilgerweg des Lächelnden Christus beschäftigt sich mit einem zeitgemäßen Christusbild. An sieben Stationen der Großregion (Ostbelgien, Westeifel, Luxemburg) werden von über 60 Künstlern der Europäischen Vereinigung Bildender Künstler Gemälde und Skulpturen zum Thema des Lächelnden Christus ausgestellt. Dabei spiegeln sich auch Zeitgeist, Religion und deren historische Wurzeln wider. Ausgehend von lokalen Persönlichkeiten der Kirchengeschichte erhält der Pilger zusätzlich Einblick in die jeweilige Architektur, Tradition und Lebensweise der Umgebung.

In diesem Raum wird eine kleine Auswahl der Kunstwerke ausgestellt, die sich auf dem Pilgerwanderweg befinden. Nähere Infos zum Pilgerwanderweg und den Kunstwerken unter der Adresse:

www.pilgerwanderweg.org/

Die Artefakte in diesem Raum mit Kommentaren der Künstler:

  • Marie Madeleine BELLENGER: Der Lächelnde, 2002, 85 x 145 cm, Acryl auf Kreide
    "Der Mund im gesicht entspricht der Mterie; er ist unten. Die niederziehende Kraft zieht den Mund nieder. Die erhebende Kraft erhebt ihn. Weinen wehklagen kann jedes Tier. Làcheln kann nur der Mensch.
    Der Punkt der Erlösung ist der Kreuzungspunkt - Christus lächelt am Kreuz. so begab ich mich auf die Suche nach meinem eigenen Lächeln. Wo anders suchen als im Alltag?"
     
  • Gabriele Maria CORSTEN: Gegenüber, 2003, 100 x 100 cm, Pastellkreide
    "Liebe, Güte, Weisheit, Verzeihung, Geben
    Wärme Größe Licht
    Offenheit für das gegenüber
    das Gegenüber empfangen"
     
  • Klaus GEHLEN: Der lächelnde Christus, 2006, 40 x 30 x 10 cm, Bronzerelief
    "Die Zeitzeugen der damaligen Geschehnisse die vier Evangelisten, haben uns nicht überliefert, dass der gekreuzigte Christus in seinem Leid gelächelt hätte.Aber es ist doch vorstellbar, dass der Mensch gewordene Sohn Gottes in der letzten Stunde seines Meinschseins denen, die ihn verhöhnten, noch ein Lächeln geschenkt hat. Ein nachhlatiges, ein verzeihendes Lächeln im Angesicht des Todes.
    So glaube ich, dass all die grauenvollen Untaten, die von Menschen im Zeitlauf von zwei Jahrtausenden begangen worden sind, das Lächeln des Messias nciht haben zerstören können.
    Das Lächeln der Nächstenliebe hat sich immer wieder erneuert."
     
  • Gerdi HAAS, Geheimnisvoll, 2003, 40 x 50 cm, Acryl auf Leinwand
    "Sinnend
    Verinnerlicht
    Heilend
    Verzeihend
    Anziehend"
     
  • Angela KOHNS, Wer Gott sucht, findet Freude, 2004, 100 x 70 cm, Mischtechnik
    "Wer die Osterbotschaft gehört hat, kann nicht mehr mit traurigem Gesicht umherlaufen und die humorlose Existenz eines Menschen führen, der keine Hoffnung hat." (Karl Barth)
     
  • André PAQUET, Und es war um die dritte Stunde, da sie ihn kreuzigten,
    2006, 90 x 90 cm Acryl auf Leinwand,
    "Für mich ist die Karwoche mit Héhepunkt immer eine Anregung, um ein Bild mit der Kreuzigung zu malen."
     
  • Heinz SAND C. S. SP., Das Lächeln des Christus, 2004, 30 x 40 cm, Gouache-Farben, digital
    "Das Lächeln des Christus in den Gläubgen ist eine geistige Erfahrung. In verschiednen Bildszenen habe ich versucht, dieses Lächeln zu malen mit den Farben und dem Licht, die es in mein Leben brachte."
     
  • Brunhilde TRIEWEILER, Lächelnd über den Tod siegen, 2003, 40 x 55 cm
    "Der ambivalente Dreier-Kopf: Totenschädel und gedoppeltes Lächeln, verweist auf die höhere Macht des letzteren. Auch im Hintergrund überstrahlt lichte Verheißung das Todesdunkel."
     
  • Oskar VILLANUEVA OTERO, I. N. RI, 2004, 30 x 39,5 cm, Acryl auf Papier,
    "Das Schweißtuch der Veronika lächelt. Das ist kein Symbol des Leides, sondern Vorstufe des Sieges über den Tod. Um das Gesicht herum erscheint die berühmte Inschrift mit neuer Bedeutung: I.N.RI Iesus Nazarenus RI (Ri heißt auf Galicisch: Lacht).
     
  • Benno WERTH, Erleuchtung, 2007, 100 x 140 cm
    "Das Lächeln von Jesus Christus verändert die Welt und strahlt sonnengleich. Es wärmt und gibt uns Hoffnung. Das Lächeln verkörpert das dialogische Prinzip im Angesprochensein und Einbezogensein, vom Ich zum Du."
     
  • Johannes WICKERT, Das Lächeln des Christus, 2003, 106 x 130 cm, Öl auf Leinwand
    "Ich male nach dem Grundsatz von Cézanne: 'Es gibt eine rein malerische Wahrheit der Dinge.' Was Worte nur umschreiben, vermag sehendes Erkennen unmittelbar zu erfassen. dies gilt speziell für das menschliche Gesicht. Es ist ein authentischer Ausdruck der Seele. Das Gesicht Christi wird verborgen wie er selber. Sein Lächeln zu suchen, wird inspiriert durch die Hoffnung, die wir Christen mit ihm verbinden. Sein Lächeln ist kein Grinsen, es ist ein stilles Symbol des Darüberstehens und kann die Bewältigung von Leid bedeuten."

 

Ein Kommentar von Jacques Wirion:

Zur allgemeinen Thematik von Religion und Humor

Der lächelnde Christus ist nicht der lachende Christus, mit dem sich Adolf Holl in einem Buch von 2005 beschäftigt hat. Mir erscheint der lächelnde Christus als ein zaghafter Versuch, dem lachenden näher zu kommen, der doch auch ein Gefühl von Angst oder Peinlichkeit wecken kann. Wie sehr das Lachen den fanatisch Frommen ein Dorn im Auge ist, hat bekanntlich Umberto Eco in der Figur des Jorge de Burgos seines Romans „Der Name der Rose“ dargestellt.

Als Vertreter einer neuen monotheistischen Religion müssen Propheten schrecklich ernst auftreten. Das Göttergelächter auf dem griechischen Olymp wird von dem einen Gott gleichsam aufgesogen. Und das schlägt sich in den heiligen Texten der monotheistischen Religionen nieder. Wenn man die wichtigen Figuren des ATs durchgeht, findet man kaum lachende oder lächelnde Personen. Der Bund mit Jahwe war eine tiefernste Angelegenheit für die Menschen, die ihn eingingen. Wenn Abraham seinen Sohn opfern soll, wenn Moses das auserwählte Volk aus Ägypten führen soll oder Jakob mit dem Engel kämpft und fortan aus der Hüfte hinkt, da gibt es überhaupt nichts zu lachen oder zu lächeln. Oder? Man kann jedenfalls sagen, dass in den biblischen Geschichten kein komisches Potential läge. Das hat uns in seinen grandiosen und aufklärerischen Nacherzählungen Thomas Mann gezeigt: Die vier Romane um Jakob und Joseph (Joseph und seine Brüder) und die Erzählung: Das Gesetz.

Mich persönlich hat die Jonasgeschichte sehr stark erheitert. Wie da ein Mensch der hohen Forderung, die an ihn ergeht, einfach entfliehen will. Damit dieser Kelch an ihm vorüber gehe, rennt er davor weg („weit weg vom Herrn“), auf Umwegen aber geradewegs in den Bauch des Walfischs, wo er sich eines Besseren besinnt. Wenn dann seine Voraussage, dass das sündige Ninive in 40 Tagen untergehen werde, die Bewohner dieser Stadt zur Umkehr bewegt und zugleich die Stadt rettet, da der Herr die schlimme Voraussage nicht ausführt, ärgert das seine prophetische Eitelkeit und er muss ich einer weiteren göttlichen Lektion, der des Rizinusstrauchs, unterziehen. Ob er sie verstanden hat, wird uns nicht berichtet.

Im Koran, einer Art Fortsetzung der Bibel, die ich nicht genau genug kenne, vermute ich, dass auch nicht gelacht wird.

Nun zum Neuen Testament und unserem Thema. Das Kreuz, der Marterpfahl Jesu, ist ein Symbol, das mit einem Lächeln schwer vereinbar ist. Nur wenn man vom Ziel des grauenvollen Todes Jesu, der Erlösung also, ausgeht, kann man ein Lächeln in Betracht ziehen. Das Lächeln drückt dann den Sieg des Erlösers über das Leid in dieser Welt aus. Da allerdings die Welt so ist, wie sie ist, bleibt dieser Sieg eine Glaubenssache. Ich kann ihn bestenfalls in der zuversichtlichen Erwartung der Gläubigen, sozusagen als Abglanz der Erlösungsutopie lesen.

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Le chemin de pèlerinage du Christ souriant
dans la grande région de Luxembourg

Un aveu à la culture chrétienne occidentale en Europe uni

Le pèlerinage du Christ Souriant se propose de transmettre une image du Christ en harmonie avec notre temps. En sept lieux différents de la région (Belgique du Sud, Westeifel, Luxembourg) plus de 60 artistes de la Fédération Européenne des Arts figurés exposent leurs peintures et sculptures sur le thème du Christ Souriant. Les œuvres exposées entendent offrir un témoignage de la mentalité actuelle, de la religion et de leurs racines historiques. En outre, partant de personnalités de l’histoire ecclésiale locale, le pèlerin est introduit à l’architecture, à la traduction et aux usages de la région.